Kunstpreis für INK
INK oder besser Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce, deren Arbeiten wir bis 10. April in der WKV-Galerie zeigen, hat den Internationalen Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen gewonnen. Die Jury, bestehend (Prof. Götz Adriani, Vorstand der Stiftung der Kunsthalle Tübingen, Prof. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Prof. Rödiger-Diruf, Direktorin i.R. der Städtischen Galerie Karlsruhe, und Prof. Günther Wirth, Kunstkritiker, Stuttgart, sowie Sachjuroren) hat sie einstimmig für ihr Diptychon "reflejo y reflexión - duende I" (2011, Bleistift auf Papier) zur ersten Preisträgerin gewählt. Die Ausschreibung forderte Künstler auf, sich mit dem Thema "Spiegelung und Reflexion" auseinander zu setzen.
INK: "Carlo Bruni". Ink schaut unter die Oberfläche von Menschen, allerdings mit freundlicher Ironie und spitzbübisch-charmantem Augenzwinkern. Ein Beispiel? Bleiben wir einfach bei Sarkozy. Die große Zeichnung, die "Carlo Bruni" heißt und sich an ein Foto von Sarkozy-Ehefrau Carla Bruni anlehnt, ist ein sarkastischer Pfeil, der direkt auf die Eitelkeit des französischen Politikers abzielt. Die Hintergründe der Ironie des Bildes erläuterte Ink: Beim Besuch auf der Ranch von Ex-Präsident George W. Bush sei der Franzose mit freiem Oberkörper fotografiert worden. Später wurden die Fettpölsterchen wegretuschiert. Sie habe sie ihm einfach wieder verpasst, erzählte die Künstlerin. "Manila" heißt diese Arbeit von Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce.
Etwa, wenn sie Menschen aus dem Alltag zeichnet: eine Frau in Tracht, einen kernigen Frankfurter, einen skurillen Typen mit Pearcings und Ohrring. Während des Fotoshootings lernt Ink ihr Modell kennen. Mit dem Ende des Shootings endet auch das Kennenlernen, denn beim Zeichnen möchte die mehrfach ausgezeichnete Ink ihren Sujets ihre eigene Sichtweise einhauchen. Das gelingt ihr meisterlich. Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce alias Ink Wer sich überzeugen will, kann dies bis 10. April freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr tun. Eintritt frei. Info/Kontakt unter www.wetzlarer-kunstverein.de. ![]() Leserbrief von Cornelia Klinke (Gießen) in der "Wetzlarer Neuen Zeitung" vom 23. März 2011
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