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Wetzlar. Ist es interessant, in Wetzlar eine Ausstellung über den Wetzlarer Dom zu zeigen? So fragt Markus Fritsch in der WNZ. Und antwortet mit: Ja. Der Wetzlarer Fotograf Michael Agel ist überregional bekannt und bietet mit der Ausstellung „Der Dom“ verborgene Einblicke und spannende Fotografien aus dem Innenleben des Wetzlarer Wahrzeichens. 80 Gäste kamen zur  Vernissage und erfuhren von Agel, dass nicht der Dom in der Altstadt am meisten fasziniert hat, sondern die kleinen Ecken und Winkel, die man so bewusst nicht sieht. Man muss schon genau hinschauen. Zu sehen sind unter anderem goldene Kreuze und eine goldene Schale, aber auch architektonische Eindrücke, die Dachlandschaft ebenso wie enge Gänge und die Orgelpfeifen. "Das Thema ist noch nicht abgeschlossen“, erklärte Michael Agel zum Schluss. Die Ausstellung ist in der Galerie des Wetzlarer Kunstvereins,Hauser Gasse 17, bis zum 31. März zu sehen. Öffnungszeiten: freitags 16 - 18 Uhr, samstags 11 - 14.30 Uhr, sonntags 13 - 16 Uhr (am 3. März ist geschlossen). Der Eintritt ist frei. Im Folgenden ein paar Dom-Ansichten.

Die Jahreshauptversammlung des WKV findet am 20. März statt. Beginn ist um 18 Uhr im Alten Rathaus, großer Saal. Auf der Tagesordnung stehen als wichtigste Punkte der Rückblick auf 2018 und Vorstandswahlen.

Liebe Mitglieder und alle anderen Kunstfreunde,

die Winterpause ist so gut wie beendet, das neue Programm im Druck. Appetithäppchen gefällig? Die erste Ausstellung 2019 bestreitet Leica-Fotograf Michael Agel(Foto). Er zeigt vom 24. Februar an seine Sicht auf den Wetzlarer Dom. Und ein Höhepunkt 2019 ist die gemeinsame Ausstellung mit Stadtgalerie und Stadtmuseum. Dann zeigen wir an drei Orten Arbeiten von Jürgen Brodwolf. Wir sehen uns.

Alle zwei Jahre stellen die Fördermitglieder des WKV im Neuen Rathaus aus. 15 unserer Mitglieder sind diesmal dabei. Zur Vernissage am Freitagabend kamen rund 60 Besucher. Zur Begrüßung sprachen Kulturdezernent Jörg Kratkey, Susanne Ließegang und Vorsitzender Gert Heiland. Die Arbeiten - die Spanne reicht von Holzskulpturen und Patchwork über Malerei und Druckgrafik bis Fotografie und Aquarell - sind bis 4. Januar zu sehen. Mit dabei sind:  Iris Trenkler-Malfeld, Walburga Montag, Ursula Schuch-Lorenz, Anke Frank, Gisa Troschke, Joachim Czech, Doris Jung-Rosu, Hiltrud Steinbach, Ulrike Sott, Lotte Steiger, Gert Heiland, Frank Wojtynowski, Katharina Schmitt, Gudrun Felkl und Georg Maurus. (Foto: gh)

 

Volles Haus bei der Vernissage von  Lamar Dreuth. Fast 80 Besucher kamen, die Eröffnung der Ausstellung "Aus Raum und Zeit" fand aus Platzgründen im Treppenhaus statt. Einführende Worte sprach Vorsitzender Gert Heiland. Der Text in Auszügen:

Was hat Lamar Dreuth doch so schön gesagt, vor etwa zwei Jahren: „Ich möchte mit meinen Bildern beim Betrachter Emotionen hervorrufen, dabei strebe ich bei meinen Arbeiten nach Harmonie, Ausgewogenheit und Poesie.“ Nun, lieber Lamar, das hat ja wieder prima geklappt. Was damals galt, gilt auch heute bei diesen gestischen Langzeit- und Mehrfachbelichtungen, die unseren Augen schmeicheln oder sie auch irritieren. Denn mal lösen sich die Motive aus Raum und Zeit wie die Reiter, die scheints im Irgendwo, das sich allenfalls durch den Reiter erkklären lässt. Er ist irgendwie geerdet und doch schwerelos, festgehalten, das Verwischte steht für eine Bewegung und ist zugleich der Beleg für vergangene Zeit. In anderen Arbeiten wird deutlich, was der Begriff Photographie meint. Photographie kommt aus dem Altgriechischen, steht für mit Licht malen, zeichnen. Selten wird das Licht-Malerische so klar umgesetzt wie hier, in diesen Landschaften, die wie Malerei wirken, die wir aber der gestischen Handhabung der Geräts verdanken. Nun, für einen Fotografen ist allzu Gestisches eher ärgerlich, heißt es doch, dass die Schärfe eines Motiv abhanden kommt, will sagen, etwas, jemand wird unscharf, verschwimmt, die Konturen verlieren sich. Aber wie Sie sehen, kann man aus diesem in der Regel eher ungewollten bildtechnischen Umstand überaus kreative und ästhetische Ergebnisse schöpfen, sofern man über das nötige Wollen und Können verfügt, derlei gezielt und gestalterisch zu nutzen. All dies und mehr finden Sie umgesetzt in drei Themen - Meer, Landschaft, Pferdesport - in drei Räumen. Drei Themen, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie sind alle Belege für die Gratwanderung zwischen Fotografie und Malerei. Die  Ausstellung zeigt  Fotografien wie Gemälde mit Orten ohne Raum und Momenten ohne Zeit.   (Fotos: Holger Daberkow)