KUNSTVEREIN-NEWS


Paris – im Blick von Fotografinnen in den 1920/30er Jahren – Germaine Krull im Kontext ihrer Zeitgenossen

 

Am kommenden Freitag, dem 12. Juni 2026, um 18 Uhr im Stadtmuseum Wetzlar, Lottestraße 8-10, findet der erste Vortrag zu Germaine Krull statt. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung zu Germaine Krull spricht die Ausstellungskuratorin Petra Steinhardt vom Museum Folkwang, Essen zum Thema. 

 

Steinhardt beleuchtet, ausgehend vom fotografischen Werk und geschriebenen Texten von Germaine Krull in den zwanziger und dreißiger Jahren in Paris, ihre Stellung im Kreis von renommierten Fotografinnen wie Aenne Biermann, Ilse Bing, Annelise Kretschmer, Florence Henri oder der Amerikanerin Berenice Abott.

 

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und laden herzlich zur Veranstaltung ein!

 

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GermaineKrull - Chien Fou - Programm .pd
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Liebe Mitglieder,

 

der fünfte Jour fixe des Jahres steht vor der Tür, und wir laden herzlich dazu ein. Wir treffen uns am Mittwoch, 3. Juni, um 18 Uhr im Saal neben unserer Galerie in der Hauser Gasse.

 

Auf der Tagesordnung stehen  

 

1. Film(e) von Joris Ivens, dem Weggefährten und Ehemann von Germaine Krull

 

2. Beiprogramm Krull-Ausstellung (Vorträge, Workshops, Führungen usw.)

 

3. Nachlese Jahresausstellung LOOK!

 

4. Dies&das - Gespräche

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Letzter Ausstellungstag:

 

Die phantastische Welt von Claudia Grünig - Letzte Möglichkeit, sich darin zu vertiefen

 

"Fragile Situationen und wie sich die Menschen darin verhalten. Was alles in allem den Reiz dieser Arbeiten ausmacht, ist, dass da ein Stelldichein der Dinge, Orte, Ereignisse stattfindet, die Realität sind, aber im Zusammenspiel durchaus surreale Züge haben und den Betrachter zwar verunsichern, aber stets überraschen“ hieß es am 24. April in der Wetzlarer Neuen Zeitung zu den Arbeiten der Künstlerin.

Am 16. und 17. Mai wird ihre Ausstellung nun zum letzten Mal in der unserer Galerie geöffnet sein.

 

Wir freuen uns, dass am Sonntag die Künstlerin selbst anwesend sein wird und alle Fragen zu ihren außergewöhnlichen Inszenierungen beantworten wird.


Liebe Mitglieder,

 

der vierte Jour fixe des Jahres steht vor der Tür, und wir laden herzlich dazu ein. Wir treffen uns am Mittwoch, 6. Mai, um 18 Uhr im Saal neben unserer Galerie in der Hauser Gasse.

 

Auf der Tagesordnung stehen  

 

1. Infos zur Germaine-Krull-Ausstellung (Präsentation ML)

 

- Organisatorisches, Aufsichten (Stand der Anmeldungen)

 

- Dimensionen/Inhalte des Ausstellungsprojektes

 

- Biographie der Fotografin und Autorin

 

- Bedeutung Krulls für die Fotografiegeschichte: Neues Sehen und mehr

 

2. Letzte Infos zur Jahresausstellung und Organisation der Nacht der Galerien und Museen

 

3. Dies&das - Gespräche

 

Danke für die bisherigen Anmeldungen für die Übernahme der Aufsichten. Wir freuen uns sehr auf weitere Eintragungen.

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Anne Held bietet den zweiten Workshop des Jahres an. Die Infos dazu:

 

Thema

Zeichnen mit Kohle

 

Inhalt

Das Zeichnen mit Kohle bietet uns die Möglichkeit, dem Hell:Dunkel unserer Wahrnehmung nachzugehen.

Anders als mit Farbe (Farbton) konzentrieren wir uns hierbei auf dieTonwerte der Darstellung (siehe Schwarz-Weiß-Foto).

 

Material

Zeichenkohle (keine Kreide) dick und dünn

Knet-Radiergummi, kleine kantige Radiergummis

Ingres-Papiere (Weiß und helle Töne)

Fixativ

Wird von Anne besorgt. 

— Krepp-Klebeband

— Zeichenbrett (50 x 60 cm)

— Schutzkleidung (es macht wirklich Dreck)

— Baumwoll-Lappen

— Material zum Reinigen des Arbeitsplatzes und der Hände

— eigene Schwarz-Weiß-Fotos DIN A 4 mit starkem Hell-Dunkel

    (Anne bringt welche mit.)

 

Termin

2. und 3. Mai - 10:00 bis 16: Uhr 

 

Ort

vhs Büblingshausen (Unter dem Ahorn/Rentmeisterweg - gegenüber des alten Sportplatzes und der Feuerwehrwache)

 

Gebühr, Verpflegung

60 € plus Materialkosten je nach Zahl der Teilnehmerinnen/Teilnehmer, Selbstverpflegung

 

Anmeldung

Bitte bis 28. April per Mail an [email protected]  

 

ACHTUNG: Der Workshop findet nur bei trockener Witterung statt, da draußen gezeichnet wird.  


Liebe Mitglieder,

 

wir laden herzlich zum nächsten Jour fixe ein, der am Mittwoch, 1. April, stattfinden wird.

 

Wir treffen uns ab 18 Uhr im Sitzungssaal im Alten Rathaus. 

 

Die vorläufige Tagesordnung:

 

- Angelika Nette wird die Gruppe der „Künstler*innen für Menschenrechte“ vorstellen. 

 

- Germaine-Krull-Ausstellung: Aktueller Stand der Vorbereitung (Begleitprogramm, Aufsichten inkl. Information zur Nuudel-Abfrage)

 

- Aktuelles (Abgabe Arbeiten Jahresausstellung u.a.) 

 

- Gespräche

 

Wir freuen uns auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Heike Jeschonnek vor einigen Pflanzenbildnissen.

"Waschbär 2"

Filigrane Zeichnungen in Wachs geschrieben

 

Heike Jeschonnek stellt im Wetzlarer Kunstverein aus

 

Es ist ein Wechselbad der Gefühle: hier die Natur in vielfältiger Form, dort die Tristesse moderner, manchmal brutaler Stadtarchitektur. Mal ist der Betrachter nah dran, auch emotional, mal geht er innerlich auf Distanz. Vielschichtig ist die Kunst von Heike Jeschonnek, zu sehen bis 12. April im Kunstverein. Vielschichtig meint nicht nur die Themen, sondern im Wortsinn die Technik der Berliner Künstlerin. Im Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden Martin Lüpkes erfuhr man mehr. 

 

Der Bildträger, sei es Papier, Pappe, Holz oder Leinwand, wird mit Paraffin beschichtet. In das Paraffin ritzt sie mit dem Messer eine Zeichnung, reibt in die Ritzen wie bei einer Radierung Acrylfarbe. Die überflüssige Farbe wird wieder abgekratzt, so sind nur die Ritzen mit Farbe versehen, es bleibt die Zeichnung. Bis zu 20-mal erfolgt dieser Vorgang. Am Ende ist das Bild plastisch, wirkt dank der vielen Schichten wie ein Relief. In die teilweise sehr erhabenen Stellen zieht die Künstlerin mit dem Messer immer wieder Linien nach, formt durch Abkratzen Konturen, schafft Werke mit fremd bis vertraut wirkenden Szenerien, filigrane, poetische Bildnisse.

 

Das Material Paraffin/Wachs biete ihr viele Möglichkeiten, sagt sie. Auf der einen Seite könne sie Stellen, die ihr nicht gefallen, wieder mit Wachs „bereinigen“. Zum anderen könne sie sich darin sehr gut ausdrücken, wenn es um die Verletzlichkeit von Natur, Architektur, Kultur geht. Jeschonnek beschäftigt sich intensiv mit der Darstellung von Natur sowie deren Verhältnis zur „gebauten Zivilisation“ im urbanen Raum mit Häuserschluchten und Hochhaussiedlungen. Und ja, so die Künstlerin, für die Großstädterin Jeschonnek seien die Natur und ihr Häuschen in Neuruppin, auf dem Land, ein Ausgleich, eine Gegenwelt.


Jeschonneks Bildträger sind eine Bühne, auf der sie die Objekte oder Lebewesen agieren lässt. Sie nennt die Bauwerke gefühlte Architektur, sie seien wie die Pflanzen und Tiere nicht realistisch, sondern hätten surreale Elemente. Die Architektur sei kein Abbild von Realität, sondern erfundene Realität. So oder so: Sie wolle immer eine Geschichte erzählen, das sei quasi die Klammer für Natur- und Stadtbilder.

 

Viele Naturbilder entstanden in ihrem Garten. Natur sei die Möglichkeit, sich mit der Welt und mit dem Sein zu verbinden, was in der Natur besser funktioniere als in der Stadt. Jeschonnek plädiert für mehr Verbundenheit, mehr Miteinander von Mensch zu Mensch, aber vor allen Dingen mit der Natur, „denn die hat es, glaube ich, wirklich nötig“

 

Nötig ist derzeit auch, sich für die Freiheit von Kunst und Kultur einzusetzen. Das tat Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD). Er nutzte die Gelegenheit zum Lob für die Arbeit des Kunstvereins, aber auch für ein Plädoyer für Kunstfreiheit. Er kritisierte Kulturstaatsminister Weimer in Sachen Buchhandlungspreis und warnte davor, dass, insbesondere wenn man in der Parteienlandschaft nach ganz links und ganz rechts schaue, in die Kultur einschränkend eingegriffen wird. Es sei wichtig, die Freiheit der Kunst, der Kultur zu bewahren. Dem konnte Vorsitzender Lüpkes nur zustimmen: Der Kunstverein stehe für Freiheit der Kunst und für Vielfalt.

 

 

Die Ausstellung ist bis 12. April im Kunstverein, Hauser Gasse 17, zu sehen.

 

Öffnungszeiten: Samstag 11 bis 15 Uhr, Sonntag 14 bis 17 Uhr.


"Biene auf Hortensie 3"

"Bauhaus 2"



Liebe Mitglieder,

 

Matthias Wenger wird den ersten Workshop in diesem Jahr durchführen:

____________________________

 

Thema

Porträtzeichnen

 

Inhalt

Gesichter zeichnen ist nicht schwer. Es gibt viele Methoden. Da wir schwarz-weiß arbeiten, ist die Vorlage besonders wichtig. Sie muss markant sein. Bitte nicht unscharf und auf jeden Fall mit Kontrasten/Schatten.

 

Bringt am besten mehrere mit. Sie kann auch aus dem Handy oder Laptop sein, denn sie wird ggf. vergrößert.

 

Material

Festes Papier in mind. DIN A4, Bleistifte, dunkle Buntstifte, evtl. auch Kohle, Fineliner, Radiergummi, Spitzer und ein langes Lineal

 

Termin

11. April - 14 bis 18 Uhr - und 12. April - 10 bis 14 Uhr

 

Ort

vhs Büblingshausen (Unter dem Ahorn/Rentmeisterweg - gegenüber des alten Sportplatzes und der Feuerwehrwache)

 

Gebühr, Verpflegung

40 € pro Tag, Selbstverpflegung

 

Anmeldung

Bitte bis 9. April per Mail an [email protected]  


Liebe Mitglieder,

 

wir laden zum ersten KUNSTGESPRÄCH in diesem Jahr ein.

Dr. Susanne Ließegang wird „DAS PHÄNOMEN GERHARD RICHTER“ vorstellen.
Sie schreibt dazu:

 

„Die Malerei beschäftigt sich wie keine andere Kunstart mit dem Schein.“ Gerhard Richter, 1977

 

Gerhard Richter führt seit 2010 ununterbrochen die internationale Rankingliste der bildenden Kunst an und gerade ist seine vielbeachtete Retrospektive in der Fondation Louis Vuiltton in Paris zu Ende gegangen. Grund genug, gemeinsam genauer hinzuschauen, was er mit seinem Pendeln zwischen Realismus und Abstraktion anbietet, wie er uns die Welt zeigt.

 

Gemeinsam werden wir in diesem Kunstgespräch seine Aussage: „Ich suche nach unserem Bild, unserem Aussehen und Ansehen und unserer Absicht, verbindlich und total. Wie soll ich es sagen, ich will mir ein Bild machen, von dem was los ist.“ an exemplarischen Bildern auf den Prüfstand unseres Sehens stellen. Denn für Richter ist „Das Sehen der entscheidende Akt, der letztlich den Produzenten und den Betrachter gleichstellt“, führt aber gleichzeitig zu einer enormen Herausforderung unseres Denkens, wenn er dem hinzufügt „Alles sehen – nichts begreifen“. Gerne möchte ich mit Ihnen diese Herausforderung annehmen.

 

Susanne Ließegang

 


Die Daten zum Gespräch:

 

Termin: 12. März 2026, 19:00 Uhr. - Ort: Schnitzlersche Buchhandlung in Wetzlar, Weißadlergasse 5.

 

Damit die Buchhandlung planen kann, bitte anmelden unter [email protected] oder 06441 - 47759.


Wetzlarer Kunstverein e.V. - JAHRESBERICHT 2025

 

1. Ausstellungen

2025 war durch ein ambitioniertes Ausstellungsprogramm geprägt. Wir haben in unserer Galerie neun Ausstellungen organisiert, davon vier mit Künstlerinnen und Künstlern des WKV, sechs mit Externen.

 

Den beispiellosen und furiosen Jahresauftakt lieferten die Meisterwerke berühmter Leica-Fotografen, unterstützt von der Ernst Leitz Stiftung mit den Leihgaben aus der Sammlung Dr. Knut Kühn-Leitz. Die Ausstellung fand Interesse auch bei Besucher*innen aus dem Ausland. Im Marketing wurden wir massiv durch die Leica-AG unterstützt, die per Newsletter und Social Media für die Ausstellung warb. Die Vernissage war legendär gut besucht, selbst im Treppenhaus standen Besucher*innen. Einzige Kritik: Die Ausstellungsdauer war zu kurz. 745 Besucher*innen

 

Es folgte mit den außergewöhnlichen experimentellen Fotografien von Stefan Kurt eine Doppel-Gemeinschaftsausstellung mit der Stadtgalerie. Ebenfalls viel besucht, nicht nur bei der Doppelvernissage im Kulturhaus und in unserem Haus. 420 Besucher*innen

 

Anschließend präsentierte in einer vielbeachteten Gemeinschaftsausstellung mit der Galerie am Dom Jim Avignon seine Arbeiten, gleichzeitig unser zweiter Beitrag zur Nacht der Museen und Galerien neben unserer Jahresausstellung. Zeitweise war das Publikumsinteresse so groß, dass wir die Zahl der Besucher*innen nur noch grob schätzen konnten. 744 Besucher*innen

 

Die Folgeausstellung bestritt Max Stiller mit seinen eindrucksvollen streng komponierten grafisch bestimmten Bildern, die er mit hohem theoretischem Anspruch erarbeitet. Eine externe Bewerbung, die wir gerne angenommen hatten. 120 Besucher*innen

 

Als neues Format füllte unser Sommersalon mit Arbeiten der kunstschaffenden Mitglieder die Sommerpause. Bedingung war, dass keine Arbeit älter als ein Jahr sein sollte und max. zwei Arbeiten gezeigt werden durften. Das Konzept ging auf, und wir verzeichneten viel Interesse. 153 Besucher*innen

 

Slava Seidel erfreute uns anschließend mit ihren so spannenden wie außergewöhnlichen Arbeiten, die so viele Geschichten erzählen und fesseln. Ein Highlight dabei war nicht zuletzt das Gespräch mit ihr bei der Vernissage. Die Hasen auf dem Domplatz und noch viel mehr werden in unserer Erinnerung bleiben. 201 Besucher*innen

 

Die nächste Ausstellung bestritten ebenfalls Mitglieder: Gaby Klier und Roderich Helmer präsentierten ihre künstlerische Interpretation des Bildes „Einkleidung der Braut“ von Max Ernst mit Bildern und Objekten. Eine außergewöhnliche Ausstellung zu einem spannenden Thema, die den Spannungsbogen, den unser Ausstellungsprogramm 2025 bildete, lebendig hielt. 191 Besucher*innen. 

 

Die letzte klassische Ausstellung des Jahres bestritt die Berliner Künstlerin Anke Rische mit farbenfrohen Arbeiten zum Thema Stadtlandschaft. Kurios, dass nahezu gleichzeitig das Thema Stadtbild aktuell politisch diskutiert wurde und sie mit ihren Arbeiten einen farbenfrohen Contrapunkt setzte. Die Ausstellung kam wegen der lokalen Motive insbesondere bei vielen Wetzlarer*innen sehr gut an. 154 Besucher*innen.

 

Den Schlusspunkt zum Jahresausklang setzten zahlreiche Kunstschaffende aus dem WKV mit dem jetzt schon zur Tradition gewordenen Kunstsalon, bei dem die vielen Besucher*innen Malerei, Zeichnung, Fotografie und Objekte – sehen und kaufen konnten. 284 Besucher*innen

 

Wir präsentierten den Verein nicht nur im eigenen Haus. Ein Highlight war die viel beachtete und diskutierte Jahresausstellung zum Thema Grün in der Stadtgalerie. Auch nach der sehr gut besuchten Vernissage zum Start der Nacht der Museen und Galerien war der Besuch mit insgesamt mehr als 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern rekordverdächtig gut. 905 Besucher*innen

 

Insgesamt: Eine eindrucksvolle Ausstellungsbilanz mit einem Highlight nach dem anderen.

 


2. Workshops

In der VHS fanden mehrere Workshops statt, die Anne Held, Matthias Wenger und Michael Agel leiteten. Themen waren z. B. die Vorbereitung der Jahresausstellung „Grün“, Expressives Zeichnen, Porträtmalerei und Grundlagen der Fotografie. Die Workshops sind nach wie wesentlicher Bestandteil unseres Angebots.

 

3. Kunstgespräche

In bewährter Manier fanden in Zusammenarbeit mit der Schnitzlerschen Buchhandlung unter der Leitung von Susanne Ließegang drei Kunstgespräche statt, außerdem eins von Martin Lüpkes. Themen waren Höhlenmalerei, die Biennale Venedig 2024, die Verschränkung von Bild und Text sowie die Urbane Fotografie.

 

4. Jour fixe

Wir führten wie in den Jahren zuvor monatlich Jour fixe durch. Sie erwiesen sich einmal mehr als gut besuchte, anregende Ideenschmieden; wir planten und besprachen Projekte, wir diskutierten, lernten neue Mitglieder kennen, sahen und besprachen Filme rund um Themen zur Kunst. Neu entwickelte sich die Selbst-Vorstellung neuer Mitglieder und ihrer Arbeiten. Einer der Termine fand in der Leica-Welt statt: Wir erlebten eine anregende Führung durch das Archiv. Der Besuch war besser denn je; die Jour fixe sind zum Treffen geworden, die die Lebendigkeit des Vereins an prominenter Stelle spiegeln und neuen Mitgliedern das Ankommen im Verein erleichtern.

 

5. Umsetzung der Vorschläge der letzten JHV

Die Einladungen erhalten nur noch die Mitglieder in Papierform, die nicht ausschließlich die digitale Einladung bekommen wollen. Ca. 20 Mitglieder haben sich für die digitale Version entschieden. Bei den Ausstellungen steht den Kaufinteressent*innen ein Formular zur Verfügung, auf dem die Kontaktdaten hinterlassen werden müssen. In der Praxis hat sich dieses Verfahren bewährt, allerdings führte die Interessensbekundung nicht immer zum Kauf. Der Beitritt zum ADKV steht noch bevor; allerdings hat der Verband bereits 2025 für unsere Ausstellungen geworben.

 

6. Dank an die Aktiven und die Sponsoren/Unterstützer

Vielen Dank allen, die 2025 den Verein mit ihrem Engagement unterstützt haben: Thomas Wörsdörfer für die Betreuung der Website und des Facebook-Accounts, Sebastian Rijkers für die Betreuung des Instagram-Accounts, Erhard Waschke und Elisa Metz für die Gestaltung der Plakate und Einladungen, Anne Held, Matthias Wenger und Michael Agel für die Organisation der Workshops, Susanne Ließegang für die Kunstgespräche, Claudia Hartmann für die Aufsichten bei externen Ausstellern und ihre sonstige Hilfe an vielen Stellen. Nicht vergessen möchte ich all diejenigen, die außerdem bei der Organisation der vielen Projekte geholfen haben – dabei natürlich auch allen Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten wir ausgestellt haben und die damit das öffentliche Bild des Vereins geprägt haben. Herzlichen Dank auch an die beiden Kuratorinnen der Jahresausstellung, Nikolett Simon und Ulrike Sott, unseren Drucker Frank-Jochen Kranz und unsere Sponsoren, die uns großzügig unterstützen – an erster Stelle die Stadt Wetzlar mit ihrer finanziellen, organisatorischen und ideellen Unterstützung, aber auch dem Kulturförderring, der Leica-AG und anderen.

 

7. Vorstandsarbeit

Der Vorstand traf sich regelmäßig und im Rhythmus von 4 bis 6 Wochen. Wir haben konstruktiv und einvernehmlich zusammengearbeitet. Ein wesentliches Thema für den Vorstand ist weiter die intensive Vernetzung in der Kulturszene in und rund um Wetzlar. Wir haben in unterschiedlicher Besetzung an diversen Treffen und Veranstaltungen teilgenommen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt WZ und dem Kulturförderring ist dabei besonders hervorzuheben. Ich danke allen Vorstandsmitgliedern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit, aber auch allen Aktiven, die uns unterstützt und zugearbeitet haben.

 

8. Mitgliederentwicklung

Wir hatten, Stand 31.12.25, 130 Mitglieder. Verstorben ist im letzten Jahr Werner Krauss. Es gab einige wenige Austritte, dafür einige Eintritte, die die Zahl der Austritte kompensiert haben.



Liebe Mitglieder,

 

wir laden herzlich zum nächsten Jour fixe ein, der am Mittwoch, 4. März, stattfinden wird.

Wir treffen uns ab 18 Uhr im Sitzungssaal im Alten Rathaus. 

Bislang gibt es noch niemanden, der sich und/oder seine Arbeiten (oder etwas anderes Interessantes) vorstellt. Wer sich kurzfristig dazu entscheidet, möge sich bitte bis Dienstagabend per Mail oder Telefon melden, damit ich die Technik (Beamer, Notebook …) vorbereiten kann.

Beim April-Treffen (1.4.) wird Angelika Nette die Gruppe der „Künstler*innen für Menschenrechte“ vorstellen. 

 

Die vorläufige Tagesordnung:

  • Präsentation Künstlerin/Künstler, Arbeiten?
  • Nachlese Mitgliederversammlung v. 27. Februar für diejenigen, die nicht dabei waren oder Fragen haben
  • Aktuelles (Workshops u.a. …)
  • Gespräche

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Hans-Jürgen Hädicke

 

Die traurige Nachricht erreichte uns kürzlich: Hans-Jürgen Hädicke ist gestorben. Der  Tod dieses stillen Arbeiters an der Kunst verliert die Region einen Künstler, dessen Werke bei aller Zurückhaltung kraftvoll sind, es sind Werke, die nicht laut um Aufmerksamkeit buhlen müssen, sondern die im wahrsten Sinne des Wortes Zeichen setzen. Zeichen, die nach keiner Deutung verlangen,  sondern die Wahrnehmung und Empfindsamkeit einfordern. Auch wenn Hans-Jürgen nicht mehr ist: Seine Philosophie und seine Kunst bleiben und wirken nachhaltig.


Liebe Mitglieder,

 

die Wettervorhersage ist gut, und wir laden herzlich zum ersten Jour fixe des Jahres ein, der am Mittwoch, 4. Februar 2026, 18 Uhr, in unserer Galerie (Saal nebenan) stattfinden wird. 

 

Auf der Tagesordnung stehen:

  • die Vorstellung unseres neuen Mitglieds Volker Kusterer, der zu sich und seinen Arbeiten informieren wird
  • Rückblick auf den Kunstsalon
  • Teilnahmebedingungen Jahresausstellung 
  • Infos, Gespräche

Herzliche Grüße

Martin Lüpkes


Jahreshauptversammlung 2026 - EINLADUNG

 

Freitag, 27. Februar 2026, 18:00 Uhr

 

Die Jahreshauptversammlung wird nicht im Alten Rathaus, sondern in der Stadtgalerie, Bahnhofstraße, 35578 Wetzlar stattfinden. 

 

Tagesordnung

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer 

3. Aussprache

4. Entlastung des Vorstands

5. Neuwahl des Schatzmeisters/der Schatzmeisterin

6. Projekte/Aktivitäten 2026

- Jahresausstellung „Look!“

- Jahresprogramm 2026

- Workshops

- Jour Fixe

7. Anträge1

8. Verschiedenes

 

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Erscheinen!


Christian Sämann stellt noch bis April 2026 etwa 80 seiner Arbeiten

in der Senioren-Residenz im Philosophenweg in Wetzlar aus.

 

 

Zu sehen sind auf vier Etagen Aquarelle, Zeichnungen, Ölbilder und Druckgrafiken zu unterschiedlichsten Themen.

 

Flusslandschaften faszinieren den Katzenfurter Künstler ebenso ebenso wie Kirchen oder Exponate, die sich mit der Industriekultur der Region befassen, aber auch an Stadtansichten, vor allem von Wetzlar laden zum Betrachten ein.


Liebe Mitglieder,

 

wir sagen den Jour fixe, am 7. 1. 2026, aus Witterungsgründen leider ab, da Schneefall für heute Abend vorhergesagt wird und einige Mitglieder längere Anfahrten haben.


Liebe Mitglieder,

 

hoffentlich sind alle gut ins neue Jahr gekommen. Im Verein geht es mit frischem Schwung schon wieder weiter, denn kaum haben wir den Kunstsalon beendet, starten unsere Aktivitäten mit dem ersten Jour fixe im neuen Jahr, am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, um 18 Uhr in der Galerie (Saal nebenan), wozu wir herzlich einladen.

 

Auf der Tagesordnung stehen:

 

- die Vorstellung unseres neuen Mitglieds Volker Kusterer, der zu sich und seinen Arbeiten informieren wird

 

- der Rückblick auf den Kunstsalon

 

- Infos, Gespräche.

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes

Liebe Mitglieder,

 

hoffentlich sind alle gut ins neue Jahr gekommen. Im Verein geht es mit frischem Schwung schon wieder weiter, denn kaum haben wir den Kunstsalon beendet, starten unsere Aktivitäten mit dem ersten Jour fixe im neuen Jahr, am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, um 18 Uhr in der Galerie (Saal nebenan), wozu wir herzlich einladen.

 

Auf der Tagesordnung stehen:

 

- die Vorstellung unseres neuen Mitglieds Volker Kusterer, der zu sich und seinen Arbeiten informieren wird

 

- der Rückblick auf den Kunstsalon

 

- Infos, Gespräche.

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Liebe Mitglieder,

 

der zwölfte Jour fixe des Jahres und der insgesamt 39. Jour fixe steht vor der Tür:

 

Wir laden herzlich für kommenden Mittwoch, den 3. Dezember, ein und treffen uns wie immer um 18 Uhr in der Galerie im Alten Rathaus. 

 

 

Jörg Stoll wird zusammen mit Annika Müller (Pseudonym Nina Mehlbringer) das Buch „lyrikon“ vorstellen, bei dem sie die Lyrik geschrieben und er die Illustrationen gezeichnet hat (https://buchshop.bod.de/lyrikon-nina-mehlbringer-9783759796639).

 

Wir besprechen außerdem das, was noch zur Organisation des Kunstsalons zu klären ist. 

 

 

Abschließend noch diese Hinweise:


- Beim Fotoworkshop, der für den 7. 12. geplant ist, sind noch Plätze frei. Wir nehmen gerne noch Anmeldungen entgegen.

- Lisann Sarges eröffnet ihre Malschule, für die wir ihr einen guten Start wünschen. 

 

Herzliche Grüße - Martin Lüpkes

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Flyer Malschule Sarges
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Workshop "Porträt"

 

Zum nächsten Workshop, der für das Wochenende 22. und 23. Novemberin der vhs in Büblingshausen geplant ist,
lädt
Matthias Wenger ein.

 

Er schreibt dazu: "In diesem Workshop wird nicht mit einem Modell gearbeitet. Vorlagen können eigene Bilder (gerne vom Handy) und von mir mitgebrachte Bilder sein. Bei der Umsetzung auf Papier gebe ich Hilfestellung durch Anregungen und Tipps, ohne einen Lehrgang oder "die beste" Methode zu propagieren. Papier und Stifte (Bleistift, Kohle, Fineliner) sollten mitgebracht werden. Ich bringe natürlich auch etwas mit.“

 

Der Workshop wird am Samstag, dem 22., von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, dem 23., von 10 bis 14 Uhr stattfinden.

 

Teilnahmegebühr 30,- EUR.

 

Anmeldungen bitte an [email protected].


Liebe Mitglieder,

 

der elfte Jour fixe des Jahres und der insgesamt 38. Jour fixe steht vor der Tür:

 

Wir laden herzlich für kommenden Mittwoch, den 5. November, ein und treffen uns wie immer um 18 Uhr in der Galerie im Alten Rathaus

 

  • Sergej Oster wird sich mit seinen Arbeiten vorstellen, außerdem stehen neben Infos und Gesprächen der Weihnachtssalon 2025 (Dauer usw.) auf der Tagesordnung. 
  • Am 6. November findet in der Schnitzlerschen Buchhandlung das vierte und letzte Kunstgespräch in diesem Jahr statt. 
    Dr. Susanne Ließegangs Thema: "Ein Wort – Ein Bild" 
    Die Verschränkung von Bild und Text begleitet nicht nur unsere Kultur seit alters her, sondern bildet auch die Grundlage unseres Denkens. Ein heiteres Gespräch über eine unlösbare Beziehung. Bitte wie immer in der Buchhandlung anmelden (06441-45101, [email protected]).

Bis zum kommenden Mittwoch herzliche Grüße - Martin Lüpkes


Ein Kunstgespräch über Wort und Bild

 

"Ein Wort – Ein Bild" ist der Titel des nächsten Kunstgespräches, zu dem der Wetzlarer Kunstverein für Donnerstag, 6. November 2025, um 19 Uhr in die Schnitzlersche Buchhandlung einlädt.

 

Dr. Susanne Ließegang geht dann auf die Verschränkung von Bild und Text ein, eine Beziehung, die nicht nur unsere Kultur seit alters her begleitet, sondern auch die Grundlage unseres Denkens bildet. Sie verspricht ein heiteres Gespräch über eine unlösbare Beziehung.

 

Anmeldungen erbeten unter Tel.: 0 64 41 / 4 51 01 oder [email protected].


 

Gaby Klier und Roderich Helmer stellen im Kunstverein Wetzlar ihr Projekt vor.

Das Interesse an der Kunst war groß.

Eröffnung mit (v. l.) Stadtrat Kontz, Gaby Klier, Roderich Helmer und Vorsitzendem Martin Lüpkes

Eine besondere „Hochzeit“ im Kunstverein

 

Ausstellung von Gaby Klier und Roderich Helmer

 

Zwei Kunstschaffende, Gaby Klier und Roderich Helmer, die jeweils ihren eigenen Weg der Kunst gehen und doch zusammengefunden haben.

 

Geeint hat sie das Interesse an einem besonderen Bild von Max Ernst, „Einkleidung der Braut“. Und eben diesem Werk, das zwischen Surrealismus und Symbolismus verortet werden kann, haben sie sich in ihrem ein Jahr dauernden Projekt genähert, dessen Ergebnis im Wetzlarer Kunstverein seit Sonntag zu sehen ist.

 

Es sind Kunstwerke, inhaltlich nahe am Thema, aber künstlerisch doch weit genug auseinander, sodass Eigenständigkeit erkennbar ist. Das betonte auch Dr. Hajo Eickhoff, Kulturhistoriker, Autor und Philosoph aus Berlin.

 

 

 

Einkleidung sei zum einen eine Maskierung, zum anderen aber auch eine Neugestaltung. Aber was ist Kunst? fragte er in den Raum und nannte drei Bedingungen, damit aus einem Werk ein Kunstwerk wird: Man muss berührt sein, man muss Freude dabei empfinden, es muss eine Erkenntnis liefern.

 

Zum Beispiel ein Blick hinter die Fassade der wahrnehmbaren Welt gewähren. Ja, Ernst kleide die Braut zwar ein, aber er beschäftige sich auch mit ganz anderen Dingen, wie der Anzahl der Geschlechter. Ein hochaktuelles Thema, das er schon vor 80 Jahren aufgegriffen habe. Sein Bild enthalte zudem sowohl verstörende als auch humorvolle, auf jeden Fall rätselhafte Elemente. So wie man sie auch in dieser Ausstellung finden kann.

 

 

Roderich Helmer und Gaby Klier näherten sich mit unterschiedlichen Methoden, auf unterschiedlichem Weg dem Original von Max Ernst.

 

Klier zum einen mit Methoden, die Ernst erfunden habe, wie die Frottage, sowie mit Holzschnitten, Tuscharbeiten und zum Beispiel einem roten Kimono aus Papier. Alles lasse Bezüge zur japanischen Kunst erkennen. Auch was die Technik angehe, so Eickhoff. Er nannte als herausragendes Beispiel die Schnitttechnik Katagami.

 

Roderich Helmer agierte mit Papier und Stiften. Er habe einzelne Motive des Vorbildes übernommen und in Zeichnungen übersetzt. Viele Arbeiten seien vor Modellen entstanden, was bedeute, dass man die wesentlichen Elemente sehr schnell erfassen müsse.

 

Eickhoffs Fazit: Die beiden Künstler haben an Max Ernst und eine besondere Arbeit von ihm erinnert. Sie haben aber auch Max Ernst interpretiert und aktualisiert und gewürdigt. Ihnen sei eine wunderbare Hochzeit gelungen, in der sie die Braut restlos entkleidet hätten.

 

 

Eingangs hatte Stadtrat Frank J. Kontz (FDP) gesagt, die Ausstellung zeige Kunst voller Zauber, die manche Fragen aufwerfe, sie aber unbeantwortet lasse. Er erkannte in den Arbeiten eine „freudige Scheidung von Gewohnheiten“, bei der Realität auf Traum treffe.

 

Der Kunstverein beweise einmal mehr, dass man sich in Wetzlar nicht nur auf feinmechanische Präzision, sondern auch auf künstlerische Kühnheit verstehe. Was dem Vorsitzenden Martin Lüpkes gefallen haben dürfte. Er hatte zu Beginn die Biografie der beiden Künstler vorgestellt und sie nach dem Wie und Warum dieses Projekts befragt. So erfuhren die Besucher etwa, dass sie das Bildthema gereizt habe und weniger der Aspekt des Surrealismus.

 

 

Die Ausstellung - „Einkleidung der Braut“ - ist bis 9. November zu sehen. Die Öffnungszeiten sindSamstag 11 bis 15 Uhr und Sonntag 14 bis 17 Uhr.



Der Blindgänger im Philosophenweg entpuppte sich zum Glück als alte Sauerstoffflasche.

Die weißen Tiger des Circus Siemoneit-Barum.

Gert Heiland

 

bis 16 November 2025 
in der Stadtbibliothek
(1. Stock)

 

 

"Und da war auch noch ..." 

 

38 Jahre ist Gert Heiland, 2. Vorsitzender des Kunstvereins,  als Redakteur für die "Wetzlarer Neue Zeitung" unterwegs gewesen, bleibt dem Blatt auch heute noch freischaffend verbunden.

 

In den nun gut 40 Jahren Lokal-
journalismus ist ihm so einiges vor die Linse seiner Dienstkamera gekommen.

 

Eine  Auswahl von Fotos aus diesen Jahren ist in der Ausstellung "Und da war auch noch ..." zu sehen.

 

Sie ist bis 16 November 2025 in der Stadtbibliothek (1. Stock) zu sehen.



„J’existe“ - Von der Faszination urbaner Fotografie

 

Ein vergessener Regenschirm neben einer Ruhebank, ein an eine Fassade gekritzeltes „Love“, ein eingerissenes Plakat, eine Reihe hässlicher Mülltonnen, Alltagssituationen mit und ohne Menschen – alles banal, kein Motiv und nicht fotografietauglich? 

 

Das so zu sehen, wäre zu kurz gesprungen. Die Fotografie, die dies alles zu ihrem Thema macht, hat sich längst unter der Bezeichnung „Urbane Fotografie“ etabliert und steht für eine weitgefasste Idee von Ästhetik. Sie nimmt ungeschminkt das, was die Städte prägt, auch das vermeintlich Hässliche, in ihren Fokus. 

 

Warum diese auf den ersten Blick möglicherweise verstörende Bilderwelt in vielerlei Hinsicht faszinieren und Geschichten erzählen kann, wird Gegenstand des Kunstgesprächs sein.

 

 

Die Veranstaltung findet am 16. Oktober 2025 in den Räumen der Schnitzlerschen Buchhandlung in Wetzlar statt und beginnt um 19 Uhr. Wegen der begrenzten Zahl der Plätze bitte anmelden. 

 

Hier alle Kontaktdaten der Schnitzlerschen:

 

Weißadlergasse 5

35578 Wetzlar

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"Analog und Digital" 

 

… heißt die Ausstellung unserer Mitglieder Mechthild Trimborn und Erhard Waschke

 

 

Zu sehen bis 30. November in der Wetzlarer Stadtgalerie in der Bahnhofstraße. 

 

 

Trimborn beschäftigt sich mit dem Medium Papier und zeigt Papierschöpfungen, Collagen, Faltungen, Zeichnungen und Objekte. 

 

 

Waschke kreiert unter Nutzung rein digitaler Werkzeuge, aber ohne KI, Kunstwerke von hoher ästhetischer Qualität.



EXPRESSIV MALEN

 

Wir wollen versuchen, mal ganz aus uns herauszugehen.

 

Zeichnerisch hatten wir schon einen Versuch unternommen, aber jetzt folgt die Fortsetzung:

 

Großes Format, unkonventionelle Werkzeuge

Acryl, Gouache, und was sonst noch zu gebrauchen ist, evtl. Binder ( Baumarkt), Printmedien (Fotos ,Texte) zum Collagieren, ohne Skizzen (möglichst nicht vom Handy abmalen), gerne auch alte Leinwände zum Übermalen, auch Papier oder Malkarton (mind. DIN A 1 )

 

Bitte denkt an Euer leibliches Wohl.

 

Teilnahmegebühr: 60.-€  für 2 Tage (weil ich auch malen möchte)

 

Ich freu mich auf Euch

Anne Held


Liebe Mitglieder,

 

schon der zehnte Jour fixe des Jahres steht vor der Tür: Wir laden herzlich für kommenden Mittwoch, den 1. Oktober, ein und treffen uns wie immer um 18 Uhr in der Galerie im Alten Rathaus. 

 

Christoph A. Barnikol wird sich mit einer Arbeit vorstellen, außerdem stehen neben Infos und Gesprächen der Weihnachtssalon 2025 und perspektivisch auch der potenzielle Sommersalon im nächsten Jahr auf der Tagesordnung. 

 

Besonders begrüßen wir wieder neue Mitglieder!

 

Bis zum kommenden Mittwoch herzliche Grüße

 

Martin Lüpkes


 

Hasen erobern die Altstadt - Junge Kunstfreunde in der Galerie. 

 

Kindergartenkids der Kita Bredowsiedlung in Dalheim hatten ihren Spaß an den Bildern von Slava Seidel

 

Vor allem die Tiere hatten es ihnen angetan, sie haben für uns ihre Hasen gemalt :-)

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Oktober 2025 zu sehen.



Im Gespräch Lüpkes mit der Städelschülerin (Meisterschülerin Christa Näher) erfuhr man mehr über ihre Kunst. Etwa, dass sie spontan malt, ohne Skizzen, sofort auf Papier. Oft arbeitet sei gleichzeitig an mehreren Blättern, sodass sie sich Fehler erlauben und nutzen kann. Dabei blendet sie ihren analytischen Verstand aus. Gefühle und Impulse sind wichtig. Am Anfang steht immer eine Idee. Wenn sie mit einem Bild beginnt, ergeben sich weitere Versionen. „Je mehr ich arbeite, desto mehr Versionen entstehen“, sodass es am Ende Serien sind, so wie die der Altstadthasen. Diese „urban assimilierten Hasen“ machen Spaß. Seidel sieht ihre Bilder als Mischung aus Tragödie, Komödie, Ironie und Humor, in der richtigen Dosierung. Warum Tiere? fragte der Vorsitzende. Tiere sind für Seidel eine Art emotionaler Übersetzer zwischen innerer und äußerer Welt. Sie zeigen menschliche Emotionen, die durchaus doppeldeutig sein können. Menschen dienen nur als Staffage, um die Proportionen der Landschaft, Architektur, Räume zu verdeutlichen, was schon Caspar David Friedrich tat. Apropos Kunstgeschichte. Seidel mag keine Schubladen. Einordnung sei Sache der Kunsthistoriker, aber „in welche Schublade man mich legt, interessiert mich nicht“.

Wenn Hasen in die Altstadt gehen

 

Wenn Hasen in die Wetzlarer Altstadt gehen, dann erleben sie was. Ungewöhnlicher Einstieg? Ja, aber es ist auch eine ungewöhnliche Ausstellung, die am Sonntag im Kunstverein eröffnet wurde. Sie offenbart malerisches Können, Kreativität und Humor.

 

Etwa 60 Vernissage-Gäste wollten sehen, was sich hinter Slava Seidels Ausstellungstitel „Art on paper“ verbirgt.

 

Nun, allerhand. Oder wie es Vorsitzender Martin Lüpkes in der Begrüßung formulierte: „Herzlich willkommen in einer Welt geheimnisvoller Landschaften, Räume und nicht zuletzt der Welt urban assimilierter Hasen.“ Letztere dominieren in den Tuscharbeiten in einem Orange, das Slava Seidel an Sandstein erinnert. Doch nicht nur Langohren zwischen Fachwerk sind zu sehen. Da wären zum Beispiel auch das struppige Hündchen auf einem Eisbärenfell oder ein Wildschwein in einem Kurpark. Neben diesen „Viechereien“ zeigt die in der Ukraine geborene Wetzlarerin mehr als in einer Hinsicht phantastische Räume und Landschaften.

 

Lüpkes zitierte von ihrer Homepage:

„Slava Seidel … schafft eine geheimnisvolle Szenerie. Diese Szenerie wirkt sowohl unwirklich als auch phantastisch, sie öffnet unvorstellbare Zeiträume und verleiht dem Ganzen den Anschein, als wäre man in einem Traum oder einem Fantasy-Film.“ Und man lobt ihre Rückenfiguren, deren wichtigste Funktion es sei, „auf einer zweidimensionalen Bildfläche einen dreidimensionalen Raum darzustellen und so einen Tiefenraum zu erzeugen. Der Betrachter kann sich mit der Rückenfigur, die in das Bild blickt, identifizieren und so die Existenz eines Raumes nachempfinden“.

 

Zu Beginn lobte Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD) Künstlerin, Ausstellung und Kunstverein. Er betonte, dass die Stadt den Rahmen für die Kulturarbeit setzen könne, aber ihn zu füllen, dazu brauche es das ehrenamtliche Engagement. Lüpkes dankte für die gute Zusammenarbeit. Es sei eine Art Symbiose: Der Kunstverein bereichere die Stadt und die Stadt unterstütze den Verein.

Die Ausstellung „Art on paper“ ist bis 12. Oktober 2025 in der Galerie im Alten Rathaus, Hauser Gasse, 17, zu sehen. Öffnungszeiten: samstags 11 bis 15 Uhr und sonntags 14 bis 17 Uhr.



Liebe Mitglieder,

 

wir laden herzlich zum Jour fixe Nr 36 ein, der am kommenden Mittwoch, 3. September, 18 Uhr, in unserer Galerie im Alten Rathaus stattfinden wird.

 

Das Programm:

  • Finale Klärung des Themas für die Jahresausstellung 2026. 
  • Bilanz Sommersalon 
  • Ideensammlung Workshops und Termine ab Oktober
  • Dies & das: Infos, Gespräche

 

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer*innen.

 


 

Einige der rund 60 Arbeiten sind thematisch aufeinander abgestimmt, ein Teil der Fotografien greift zeitlich zurück und zeigt Kulissen, die längst der Vergangenheit angehören. Der Aspekt des "Geheimnisvollen" liegt motivisch in der Begegnung von Realität und Fiktion, ergänzt durch eine kleine Performance.

 

Die Kunsthistorikerin Ulrike Sott wird im Rahmen der Vernissage am Donnerstag, 21. August, um 19 Uhr die einführenden Worte halten. Der Eintritt ist frei.

 

"Geheimnisvolle Wetzlar "

in der Raumwerkstatt

 

Unter dem Titel "Geheimnisvolles Wetzlar" zeigt die Galerie in der Raumwerkstatt in Dalheim, Altenberger Straße 84a, vom 21. August bis zum 27. September Gemälde von Bernd W. Klicke, Mitglied im Kunstverein, und Fotografien von Peter Befort.

 

- Bernd W. Kliche hat einen ganz speziellen Blick auf Wetzlar.

 

- Und der Fotograf Peter Belfort hält kuriose Ansichten fest.



Liebe Mitglieder,

 

wir treffen uns am Mittwoch, 6. August 2025, um 18:00 Uhr in unserer Galerie zum 35. Jour fixe

 

Das Programm:

  • Film und Diskussion

  • Kurze Klärung des noch Offenen zum Sommersalon

  • Thema Jahresausstellung 2026

  • Dies & das: Infos, Gespräche

 

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer*innen.

 


Die Ausstellung "Grün" endete am Sonntag mit der Finissage.  Das Interesse war groß. 


Liebe Mitglieder,

 

DAS 34. JOUR FIXE WIRD WEGEN DEN HOHEN TEMPERATUREN AUF NÄCHSTE WOCHE VERSCHOBEN!!!

 

Wir treffen uns also am Mittwoch, 9. Juli 2025, um 18:00 Uhr in unserer Galerie zum 34. Jour fixe

 

 Auf der Tagesordnung stehen Gespräche über

  • die Organisation unserer Aktiven-Ausstellung „Sommersalon 2025“ 
  • Ideen zu den Kunstgesprächen in der Schnitzlerschen Buchhandlung
  • Falls individuell geplant: Präsentation einer Arbeit o.Ä. 
  • Diverses … und anschließend können wir, passend zur Wettervorhersage für Mittwoch (… bis 36 Grad), den Biergarten an der Lahn aufsuchen. (Für einen Film wird es in der Galerie zu warm sein.)

Wir freuen uns auf viele Teilnehmende.


Die Ästhetik der Geometrie erleben

 

Ausstellung von Max Stiller im Wetzlarer Kunstverein

 

Es ist Kunst mit einem hohen Anspruch, die der Wetzlarer Kunstverein in der Ausstellung "Raumkonzepte" von Max Stiller zeigt. Am Sonntag wurde sie in der Galerie im Alten Rathaus eröffnet. Zu Beginn führte Vorsitzender Martin Lüpkes mit dem Kölner Künstler ein Gespräch.

 

Lüpkes zitierte zunächst aus Rezensionen, die Stillers ungegenständlichen Kompositionen und Landschaften eine „präzise und intuitive geometrische Formensprache“ und eine zurückgenommene Farbgebung bescheinigen. Die Werke bewiesen Akribie und eine meisterhafte Herangehensweise des Künstlers, der so die Raumwahrnehmung neu definiere. Etwas, das Stiller unterschreiben konnte. Darüber hinaus schafft er Werke, die durchaus Anklänge an den Kubismus nahelegen, die zudem nicht zufällig auch an Lyonel Feiningers und Umberto Boccionis Umgang mit dem Raum, mit Formen erinnern. Letztere nannte Stiller ausdrücklich als Einflussgeber für seine Kunst, die, so Lüpkes, ein ästhetisches und intellektuelles Abenteuer sei.

 

„Raumkonzepte“, so Titel der Ausstellung, gelte generell für sein Arbeitskonzept, sagte der Künstler im Gespräch. Es gehe ihm um die Verknüpfung von Räumen. Der reale Raum, das könne ein Dreieck oder Vieleck oder ein Kreis sein, jedenfalls eine Form mit einer geschlossenen Linie. Daneben gebe es den imaginären Raum, Formen mit einer offenen Linie. Diese beiden Räume bringe er zusammen, verknüpfte sie, und damit dies geschehen könne, brauche es eine "Bühne", einen dritten Raum, den sogenannten Überraum. Hier kommt einer der Grundgedanken Boccionis zum Tragen, denn er hatte den Begriff der fest definierten Linien und des geschlossenen Körpers verneint und forderte, dass der Gegenstand aufgebrochen werden und gleichsam in den Raum eingehen solle.

 

So wie es Stiller angeht und eine geometrische Ästhetik schafft, die sich in ungegenständlichen Kompositionen, aber auch in Landschaften, in Architektur und (selten) in menschenähnlichen Figuren entdecken lässt. Kunst, die einerseits zwar von einem strengen Konstruktivismus geprägt sei, so der Künstler, die aber andererseits auch Änderungen während des Malprozesses zulasse. Für seine Art der künstlerischen Herangehensweise hat Stiller den Begriff "Trigonometrischer Kubismus" erfunden, ein Begriff, den nur er verwendet.

 

Die Form ist das eine, die Farbe das andere Mittel. Stiller mag erdige Farben, sie dominieren. Doch es gibt Ausnahmen, etwa die beiden Bretagne-Bilder, die im Blick auf die raue Schönheit der Region in Blau- und Grautönen daherkommen. Vielfalt also unter dem Dach eines Konzeptes, die es zu entdecken gilt und Überraschungen bereithält.

 

Apropos. Kulturdezernent Jörg Kratkey (SPD) würdigte in seinem Grußwort den Kunstverein und seine Ausstellungen als etwas Stetiges, Regelmäßiges, das aber immer wieder mit Neuem aufwarte. Wenn man denke, man habe schon alles gesehen, komme man in die Galerie und werde überrascht von neuen Ansichten, spannenden Techniken. So wie bei den Arbeiten Stillers, die einen großen Wiedererkennungswert, eine klare Handschrift hätten.

 

Nachvollziehen kann man dies noch bis 27. Juli 2025, und zwar samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt. Weitere Infos unter: www.maxstiller.de


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